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Weltweiter Rückruf von Brustimplantaten der Firma Allergan

Die Brustimplantate stehen in Verdacht, eine seltene Krebserkrankung zu begünstigen, sogenannte anaplastische großzellige Lymphome (ALCL).

Von dem Rückruf der Firma Allergan sind nur spezielle, sogenannte texturierte Implantate und Gewebeexpander betroffen. Diese Implantate sollen aufgrund der aufgerauten Oberfläche den Vorteil haben, dass sie sich besser mit dem Bindegewebe verbinden und es daher nicht zu Verschiebungen kommt und mithin unter anderem schmerzhafte Verhärtungen vermieden werden können.

 

Es handelt sich um die BIOCELL-Implantate. Insbesondere sind betroffen: 

 

·     Natrelle Kochsalz gefüllte Implantate 

·     Natrelle Silikon gefüllte Implantate 

·     Natrelle Inspira Silikon gefüllte Implantate 

·     Natrelle 410 Hochkohesivgel anatomische Silikonimplantate

 

Des Weiteren sind ebenfalls Gewebeexpander die vor einer Brustvergrößerung oder -rekonstruktion verwendet werden betroffen: 

 

·     Natrelle 133 Plus Tissue Expander 

·     Natrelle 133 Tissue Expander mit Befestigungslaschen 

 

Die amerikanische Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde  (FDA) berichtete in einer Erklärung aus Juli 2019, dass knapp 500 Fälle der Krebserkrankung mit den Implantaten des Herstellers in Verbindung gebracht wurden. Bislang habe es 33 Todesfälle in Folge der Krebserkrankung gegeben.

 

Wie viele Frauen von dem Rückruf betroffen sind, ist derzeit nicht absehbar.  

Die Frauen sollten jedoch kritisch und aufmerksam hinsichtlich ihrer Implantate sein. Kommt es beispielsweise zu einer Flüssigkeitsansammlung oder einem Reizzustand in der Brust, sollte umgehend der behandelnde Arzt aufgesucht werden.

 

Frauen, denen ein Allergan-Implantat eingesetzt wurde, müssen sich gegebenenfalls einem erneuten Eingriff zur Entfernung der Implantate unterziehen. Dieser ist sodann mit weiteren Schmerzen und ggf. Komplikationen verbunden. Hinzu kommen weitere schwerwiegende Behandlungen im Falle einer Krebserkrankung. 

 

Geschädigte könnten einen Anspruch auf Schmerzensgeld und weitere ihnen entstandene Kosten (Haushaltsführungsschäden, Verdienstausfall, Fahrtkosten etc.) haben.

 

Wir vertreten bereits Betroffene, welchen ein Brustimplantat des Herstellers Allergan eingesetzt wurde. Gerne prüfen wir auch Ihre möglichen Ansprüche. Hierzu bieten wir eine kostenlose Ersteinschätzung an.